Vor einigen Jahren erfuhr ich von einer Bekannten von einem spannenden Adventskalenderkonzept: 25 kreative Menschen basteln je 24 Kleinigkeiten für einen Adventskalender und tauschen diese dann aus. Ich fand das Konzept großartig und habe dieses Jahr selbst einen organisiert!
Organisation
Falls ihr die Idee mögt und auch mal einen kreativen Adventskalender organisieren möchtet oder es einfach interessant findet: Das habe ich alles beachtet oder gelernt zu beachten.
Personen
Anfang Oktober habe ich Leute angesprochen und ihnen das Konzept vorgestellt. Natürlich habe ich bei denen angefangen, bei denen ich mir die größten Hoffnungen auf eine Teilnahme gemacht habe, und so hatte ich schnell 15 Leute beisammen. Die übrigen zehn waren eine Herausforderung! Aber wie heißt es so schön? Sprich mit allen möglichen Leuten über deine Ziele, Mundpropaganda wirkt Wunder. Und so wurden wir am Ende tatsächlich 25 Personen aus allen möglichen Ecken: Familie, Freunde, Arbeitskolleg*innen, Feuerwehrkamerad*innen, Freunde von Freunden und Leute, die ich gar nicht kenne, die aber von anderen Teilnehmenden davon erfuhren. Und im Nachhinein finde ich es besonders spannend, dass der Kalender quasi anonym ist. Alles, was man wissen muss: Es gibt da draußen 24 andere Leute, die auch gerne kreativ sind. Und die haben mitgemacht.
Anleitung
Alle Teilnehmenden haben von mir eine kurze Anleitung für den Adventskalender bekommen. Diese enthielt die folgenden Punkte:
- Erwartung: bastle/nähe/backe/schnitze/drucke/erschaffe 24 identische Weihnachtskleinigkeiten
- Kosten: gib in Summe nicht mehr Geld dafür aus, als du für so einen Adventskalender bezahlen würdest
- Verpackung: verpacke die 24 Kleinigkeiten einzeln, damit man nicht sofort sieht, was es ist
- Größe: alle 24 Kleinigkeiten müssen gemeinsam in ein DHL-Packset der Größe M passen
- Zeitfenster: am 20. November müssen deine Sachen bei mir sein
- Versand: wer mir seine Beiträge per Post schickt, legt in sein Packset bitte eine an sich selbst adressierte Paketmarke für ein Packset der Größe M bei, wer sie mir vorbeibringt, holt sie bitte nach Aufforderung bei mir ab
Mit dieser Anleitung sollte ich allen, die sich per Post beteiligen, ihren Adventskalender in der Schachtel zurückschicken können, in der mich ihre Beiträge erreicht haben. Außerdem bezahlt so jeder nur das Porto für sich selbst oder sorgt selbst für den Transport. Ich organisiere das wirklich gerne und freue mich unglaublich auf die verschiedenen Beiträge, und auf diese Art muss ich dann nicht auch noch Kurierdienst sein.
Mein Beitrag
Ich hatte schon vor der Information an die anderen Ideen gesammelt und überlegt, was ich machen könnte. Und wer mich kennt, ist sicherlich nicht überrascht, dass ich viel, viel, VIEL zu komplexe Pläne hatte! Aber glücklicherweise habe ich ja einen Lieblingsmenschen, der mich immer wieder auf den Boden der Realität zurückholt und dafür sorgt, dass ich es nicht allzu sehr übertreibe. Also habe ich die Idee ein wenig reduziert, bin aber immer noch sehr gut ausgelastet.
Was genau es ist? Das kann ich euch heute natürlich noch nicht verraten. Und da die Beiträge keine Zahlen enthalten, möchte ich auch nicht vor dem 24. Dezember davon erzählen, dem letzten Tag, an dem vielleicht jemand diesen Beitrag im eigenen Adventskalender öffnet. Aber ich schreibe einen Blogbeitrag dazu und schalte ihn am 24. Dezember frei – hier werde ich ihn verlinken.
Die Endphase
Ich schreibe diesen Beitrag am 15. November, also fünf Tage, bevor alle Beiträge bei mir sein sollen. Natürlich habe ich mit dem 20. November noch ein paar Tage Puffer eingebaut, um mir nicht nur genügend Zeit zum Sortieren der Beiträge zu lassen, sondern auch eventuelle Versandschwierigkeiten nicht zu echten Problemen werden zu lassen. Und das hat sich schon bewährt: Eine Kollegin hat mir ihren Beitrag per Post gesendet, aber anstatt in die Geschäftsstelle hier um die Ecke geschickt zu werden, hat die Person, die in ihrer Geschäftsstelle für die Post zuständig ist, das Paket in die Geschäftsstelle in Bonn geschickt. Aber glücklicherweise haben wir in Bonn großartige Office Manager, die das Paket nicht einfach in den Posteingang legten, sondern mich anschrieben und fragten, ob das denn hier bei ihnen richtig gelandet sei. Sie senden es mir zu – und da die Kollegin schon letzte Woche fertig war, wird wohl auch alles rechtzeitig ankommen.
Dennoch: Es sind noch fünf Tage und ich habe erst sechs Beiträge hier im Wohnzimmer stehen. Ich weiß von einigen, die unterwegs sind, aber ich bin ehrlich gespannt, wann sie hier eintreffen.
Das Backup
Ich hatte mir von vorneherein überlegt, was ich mache, falls jemand ausfällt. Die erste Person fiel früh genug in der Bastelphase aus, dass sich noch eine Ersatzperson gefunden hat, das war also kein Problem. Aber was, falls jemand einfach nichts sagt und nichts schickt, oder das Paket auf dem Weg verloren geht?
Für diesen Fall habe ich hier ein Backup: 25 Gläschen, in die ich etwas einfüllen kann. Diese werden dann zwar nicht so hübsch verpackt sein, nicht so kreativ und vermutlich auch nicht ganz so spannend, aber ich kann einen Ausfall kompensieren. Und falls, was natürlich meine Hoffnung ist, alle rechtzeitig ihre Sachen zu mir bringen, habe ich 25 Gläschen, um nette Menschen in meiner Umgebung mit einer Weihnachtskleinigkeit zu überraschen. Ich bin zufrieden!
Die Fertigstellung
Am 21. November werde ich all die Pakete hier im Wohnzimmer ausbreiten und neu packen. Und sobald ich fertig bin, gehe ich einmal zur Post oder Packstation und schreibe die übrigen Leute an, damit sie ihre Adventskalender abholen. Und dann? Dann beginnt die Vorweihnachtszeit mit dem Auspacken kreativer Geschenke! Ich bin so unglaublich gespannt, ich kann das gar nicht richtig in Worte fassen. Aktuell plane ich, diesen Artikel jeden Tag zu aktualisieren und euch zu erzählen, was ich in meinem Päckchen gefunden habe.
Ich freue mich drauf!